Archiv für Juni 2016

Teambuilding-Seminar in Georgsberg

Mehrfacher Lerneffekt in Georgsberg: Nach der Tennis-Lehrstunde gab es noch eine Unterrichtseinheit „Soziales Lernen“ unter der Leitung des Coaches Christian Wipfler.

Aber der Reihe nach:

Die Einzelpartien gestalteten sich mehr oder weniger (eher mehr) einseitig.

Marki hatte gegen Wipfler (ITN 2,8) keine Chance, konnte aber das Lernziel „keine Null“ mit insgesamt 3 gewonnenen Games sogar mit 50% übererfüllen.

Auch Pete  war nicht wirklich nahe an einem Sieg gegen Stefan Heidinger, konnte aber immerhin 2 Games mehr verbuchen.

Stefan war an diesem Tag vermutlich am nächsten dran, den Ehrenpunkt für die Florianer zu holen, scheiterte aber auch im 3. Satz an der Netzkante bzw. an einem starken Thomas Matjasch.

Hanschi fand mit Nikolaus Sorger endlich einen Gegner mit einer fast gleich schnellen Vorhand. Letztendlich fand er nach einem starken 2. Satz in ihm aber auch seinen Meister.

Nicht fündig wurde an diesem Tag unser Neuzugang Matsi. Vor allem fand er nie seine Form und ging daher relativ sang und klanglos in 2 Sätzen unter.

Unserem Neo-Maturanten Simon steckten offenbar die Feierlichkeiten noch etwas in den Knochen, was sich im 2. Satz verstärkt in Konzentrationsschwächen äußerte. Endstand 5:7, 1:6

 

Besonders lehrreich gestalteten sich dann aber die nachfolgenden Doppelspiele.

Die Vermittlung sozialer Kompetenz nimmt in den Lehrplänen aller Schultypen mittlerweile breiten Raum ein. Der Ehrgeiz, dieses Wissen über die Schule hinaus weiterzugeben, war offenbar auch die Motivation für den ausgebildeten Pädagogen (ja, wirklich!!) Christian Wipfler, den Verein zu wechseln. Wo sonst als in Georgsberg könnte er eine breitere Basis zur Wissensvermittlung in diesem Fach finden. Dass wir als Gäste daran teilhaben konnten, ehrt uns ganz besonders. Zielgruppenorientiert wurden die Lehrinhalte eindrucksvoll unters Volk gebracht:

Zielgruppe Mitspieler: Permanentes Mental-coaching in Richtung seines Doppel-„Partners“ Stefan Heidinger hatte zur Folge, dass dessen Motivation bis zum Schluss hochgehalten wurde. Die Methoden reichten von einfachem Kopfschütteln bei Stellungsfehlern über verbales motivieren („I spül‘ immer gegen Drei!“) bei Volleyfehlern bis hin zu Schlägerwerfen auf den Nachbarplatz bei schwerwiegenderen Vergehen seines Partners.

Zielgruppe Gegner: Auch für seine Gegner hatte Coach Wipfler immer aufmunternde Worte parat. So kommentierte er bspw. einen Doppelfehler von Pete mit den Worten: „Endlich erreichst Normalform!“

Zielgruppe Zuschauer: Schließlich wurde auch das fachkundige Georgsberger Publikum vom aufmerksamen Coach immer wieder in die Vermittlung der Lehrinhalte einbezogen. Beifallskundgebungen zum falschen Zeitpunkt wirken auf die Akteure am Tennisplatz hochgradig demotivierend, weshalb für die nächsten Heimspiele der Georgsberger von Wipfler angedacht ist, Tafeln vorzubereiten, die den Zusehern – vergleichbar dem Musikantenstadl – klare Vorgaben signalisieren („klatschen“, „pfeifen“, „ehrfürchtiges Staunen“, ….. )

Nebenbei sei erwähnt, dass Marki und Pete dieses Dreamteam Wipfler/Heidinger sensationell an den Rand der Niederlage brachten und sich erst im Champions Tie Break geschlagen geben mussten.

Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte Stefan Heidinger den entscheidenden Überkopfball verschlagen …..

 

Stefan Altenhofer